Eröffnung: Freitag, 26. April 2024 um 18 Uhr

Friedemann Grieshaber

Der gute Ort

1968 geboren in Ravensburg (D) / Ausbildung als Steinmetz / Auslandsreisen nach Israel und Ägypten / Studium der Bildhauerei in Stuttgart und Berlin bei Micha Ullman, Inge Mahn, Lothar Fischer, Rebecca Horn / 1998 Meisterschüler der HdK (UdK) Berlin / Stipendium aus dem Else-Heiliger-Fonds (EHF) der Konrad-Adenauer-Stiftung / Stipendium des Bundes und der Akademie der Künste Berlin für die Villa Serpentara, Olevano Romano (I) / Lehrauftrag für Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee / Realisierung privater und öffentlicher Kunst- und Bau-Projekte

 

"Friedemann Grieshabers Formensprache entwickelt sich aus den Grundkörpern, Würfel, Quader oder Prisma. Die Gerade ist gegenüber der Kurve bei weitem im Übergewicht. Egal in welchem Material er arbeitet, ob Skulptur in Beton, Bronze oder Eisen, oder ob er zeichnet, das “Haus”, die Behausung, und zwar jene mit einfachem Satteldach, findet sich als zentrales Motiv. Da darf man fragen, warum eigentlich? Naheliegend ist hier, den Werkstoff Beton mit dem Motiv “Haus” als Einheit zu sehen. Aber Friedemann Grieshaber baut keine Häuser, auch keine ganz kleinen, er transformiert die Idee des Hauses in eine offene Metapher. Das Haus dient ihm eher als Grundkörper, aus dem heraus er viele Aggregatzustände formuliert. Das Haus ist für ihn das, was das Gesicht für den Porträtisten ist: ein Medium für seinen künstlerischen Ausdruck." (aus der Eröffnungsrede von Matthias Hassenpflug)